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Workshopprogramm

 




 
 
 

Workshop 1

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Informatik-Ausbildung wozu?

Leitung: Prof. J. Freytag
 

Fachhochschule Hamburg, Fachbereich E/I
Berliner Tor 3, 20099 Hamburg
freytag@informatik.fh-hamburg.de

Dienstag, 31.3.1998, 9.00 - 16.30 Uhr, Raum 17.24
Mittwoch, 1.4.1998 , 9.00 - 10.00 Uhr, Raum 17.24


 

Empfehlungen zum Informatikstudium

Seit 1985, dem Erscheinungsjahr der letzten GI-Empfehlungen zur Ausbildung an Universitäten, hat sich die Stellung der Informatik innerhalb der Wissenschaften grundlegend geändert. Einschneidend geändert haben sich auch die auf dem Arbeitsmarkt erforderlichen Informatik-Qualifikationen.

Um die Curricula diesen Veränderungen anzupassen, erstellt der Arbeitskreis "Ausbildung an Hochschulen: Ziele und Wege" des Fachausschusses 7.1 der GI derzeit neue Empfehlungen. Im Zentrum stehen dabei die Vermittlung allgemeiner berufsbezogener Kompetenzen, die Stärkung des Anwendungsbezugs durch integrierte Anwendungsfächer und die für beides notwendige Neugestaltung des informatischen Curriculums an Universitäten.

Teilnehmern des Workshops "Informatik-Ausbildung wozu?" wird - nach Anmeldung - der Entwurf der Empfehlungen vorab zugeschickt. Im Workshop werden die Kernaussagen der Empfehlungen in einem einleitenden Plenum kurz vorgestellt und in 3 Arbeitsgruppen ausführlich diskutiert. Die Diskussionsergebnisse werden in einem abschließenden Plenum erörtert.

Dienstag 31.3.98, Raum 17.24

1 Einleitendes Plenum

9.00 - 9.10 Uhr Einführung
Prof. Dr. W. Brauer, TU München
9.10 - 9.25 Uhr Präsentation der vorläufigen Fassung der Empfehlung 
Kernaussagen zur Sicht des o.g. Arbeitskreises auf die Informatik, zur Vermittlung allgemeiner berufsbezogener Kompetenzen und zur Stärkung des Anwendungsbezugs durch integrierte Anwendungsfächer. 
Prof. Dipl.-Phys. J. Freytag, FH Hamburg
9.25 - 9.40 Uhr Kommentare aus Sicht der Praxis
Prof. Dr. E. Denert, software design & management GmbH & Co KG 
Ch. Seidel, Deutsche Telekom Berkom GmbH 
9.40 - 10.00 Uhr  Diskussion
 

2  Arbeitsgruppen

2.1 AG "Allgemeine berufsbezogene Kompetenzen"

10.30 - 11.00 Uhr Leitung: Prof. Dipl.-Phys. J. Freytag, FH Hamburg
Ohne allgemeine berufsbezogene Kompetenzen haben Informatiker keine Chance die Anforderungen ihres beruflichen Alltags zu meistern. Sie müssen über eine ökonomische Grundkompetenz verfügen, um kosten- und terminbewußt zu arbeiten und um zu wissen, wie Informatik-anwendungen im beruflich-praktischen Umfeld eingesetzt werden. Sie benötigen strategische Handlungskompetenz, um die pragmatischen Organisations-, Funktions- und Entscheidungsstrukturen ihres Arbeitsumfeldes zu erkennen und zu nutzen. Sie brauchen juristische Grundkompetenz, da in jedem Projekt rechtsverbindliche Dokumente eine ausschlaggebende Rolle spielen. Sie benötigen soziale Kompetenz, da sie als Teammitglied oder Führungsperson in engem Kontakt mit anderen Menschen arbeiten und die von ihnen geschaffenen Systeme die Arbeitsbedingungen von Menschen einschneidend verändern. 
Thesen und Statements von Experten zu den einzelnen Kompetenzen: 
Dipl.-Inform. U. Bruns, Deutsche Telekom Berkom GmbH 
Prof. Dr. J. Friedrich, Universität Bremen 
Prof. Dr. J. Raasch, FH Hamburg 
Prof. Dr. C.-H. Wagemann, TU Berlin 
11.00 - 12.00 Uhr Diskussion
 
Pause
 

2.2 AG "Nebenfach versus Integriertes Anwendungsfach"

13.00 - 13.30 Uhr Leitung: Prof. Dr. K. Hantzschmann, Universität Rostock

Da das Nebenfach meist nur Wissen aus einem weiteren Studiengang vermittelt und nur selten Bezüge zu den Wechselwirkungen der Informatik mit dem jeweiligen Anwendungsgebiet herstellt, sollte es durch anwendungsorientierte Spezialisierungsrichtungen ersetzt werden. Dies setzt voraus, daß die entsprechenden Fakultäten die notwendigen Lehrveranstaltungen in Grund- und Hauptstudium anbieten und in der Organisation und Durchführung der Projekte mit der Informatik zusammenarbeiten.

Thesen und Statements von Experten zu den Vor- und Nachteilen der empfohlenen Einführung anwendungsorientierter Spezialisierungsrichtungen und insbesondere zu möglichen Problemen in der Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten:
Prof. Dr. W. Kalfa, TU Chemnitz
Prof. Dr. H. Krcmar, Universität Hohenheim (angefragt)
Prof. Dr. J. Ludewig, Universität Stuttgart
Prof. Dr. H. Oberquelle, Universität Hamburg

13.30 - 14.30 Uhr Diskussion
 
Pause
 

2.3 AG "Studienzeiten: Kern versus Schale der Informatik"

15.00 - 15.15 Uhr Leitung: Prof. Dr. W. Brauer, TU München

Die Integration Anwendungsorientierter Spezialisierungsrichtungen und die Vermittlung von allgemeinen berufsbezogenen Kompetenzen erzwingen eine weitgehende Umgestaltung des Curriculums. Insbesondere müssen Projekte fest in der Ausbildung verankert werden. 

Da die Studiendauer nicht verlängert werden darf, müssen bestehende Fächer gekürzt oder sogar aus dem Kanon der Pflichtfächer herausgenommen werden. Dafür ist zu klären, welche Fächer in welchem Umfang zum unverzichtbaren Kern eines Informatikstudiums gehören und welche Fächer diesen Kern als Schale umgeben. 
 

15.15 - 15.30 Uhr Vorstellung der im Empfehlungsentwurf vorgeschlagenen Richtwerte und des dort skizzierten Beispiel-Curriculums
Prof. Dipl.-Phys. J. Freytag, FH Hamburg 
15.30 - 15.55 Uhr Thesen und Statements von Experten dazu: 
Prof. Dr. K. Hantzschmann, Universität Rostock 
Dr. R. Scheuermann, BMBF Bereich Hochschulen 
Ch. Seidel / A. Mahn, Deutsche Telekom Berkom GmbH 
15.55 - 16.30 Uhr Diskussion
 

Mittwoch 1.4.1998, Raum 17.24

3 Abschließendes Plenum

9.00 - 9.15 Uhr Die Ergebnisse der drei Arbeitsgruppen werden vorgestellt.
 
9.15 - 10.00 Uhr Podiumsrunde : Teilnehmer aus Privatwirtschaft und Hochschule diskutieren die Ergebnisse mit dem Plenum und versuchen jeweils ein Fazit zu ziehen: 
Prof. Dr. W. Brauer, TU München
Herr K. Klink, IBM Deutschland GmbH, Böblingen, Leiter VSE 
Prof. Dr. J. Ludewig, Universität Stuttgart 
Prof. Dr. W. Paul, Universität Saarbrücken 
Herr R. Scholz, Hewlett Packard GmbH, Böblingen 

In dem Workshop wurden GI-Empfehlungen zur Ausbildung an Universitäten erarbeitet, die von dem GI-AK-7.1.16 als wertvolle Anregungen Berücksichtigung finden. 



 
 
 

Workshop 2

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Objektorientierung in der Ausbildung

Leitung: Prof. J. Freytag
 

Fachhochschule Hamburg, Fachbereich E/I
Berliner Tor 3, 20099 Hamburg
freytag@informatik.fh-hamburg.de

Montag 30.3.1998, 13.30 – 18.00 Uhr, Raum 17.24


 

Die Bedeutung der Objektorientierung in der Ausbildung

Eine der wichtigsten Aufgaben von Informatikern ist die Modellierung von Anwendungssystemen, d.h. von Abläufen, Daten, Gegenständen, Sachverhalten etc. In der Praxis - aber auch in Forschungs- und Entwicklungsprojekten an den Hochschulen - werden für diese Aufgabe zunehmend objektorientierte Methoden eingesetzt.

Objektorientierte Methoden sind aber auch hervorragend geeignet, die Modellierungsfähigkeit im Studium zu trainieren, und zwar aus folgendem Grund: In der Hochschule müssen aus Zeitgründen bei der Modellierung Einschränkungen in der Größe der Systeme und damit in der Komplexität gemacht werden. Deshalb ist es entscheidend, in der Ausbildung Methoden einzusetzen, die es erlauben, das Gelernte auf Projekte des späteren Berufslebens zu übertragen. Und dafür eignen sich in besonderem Maße objektorientierte Sprachen und Umgebungen.

Nun bieten viele Hochschulen seit Jahren einzelne Lehrveranstaltungen über objektorientierte Methoden an. Durch dieses Vorgehen werden jedoch die Vorteile, welche die Objektorientierung bietet, nur zu einem recht geringen Teil genutzt. Besser ist es, im Grundstudium frühzeitig eine geeignete objektorientierte Programmiersprache einzuführen und danach die Objektorientierung in allen Fächern zu nutzen, in denen dieser Ansatz Vorteile bringt.

Einer solchen durchgängig objektorientierten Ausbildung waren in einem Themenheft des Informatik Spektrum (Dezember 1997) 6 Beiträge gewidmet. Die Beiträge beschäftigten sich schwerpunktmäßig
 

Der Workshop ist der Behandlung dieser drei Themen gewidmet. Zu jedem Thema gibt es einen einführenden Vortrag, wobei der erste Vortrag übergreifend die Bedeutung der Objektorientierung in der Praxis und im Studium behandelt. Nach jedem Vortrag haben die Teilnehmer des Workshop Gelegenheit zu einer ausführlichen Diskussion mit Autoren des Themenheftes.

Montag 30.3.1998, Raum 17.24

13.30 - 13.50 Uhr Bedeutung der Objektorientierung in Praxis und Hochschule
Dr. H. Krasemann, debis Systemhaus GEI, Hamburg
13.50 - 14.40 Uhr Diskussion zum Aspekt: Ausbildung zur Modellierung 
 
Pause 
 
15.00 - 15.20 Uhr Auswahl einer geeigneten Programmiersprache 
Positionen und Thesen von: 
Prof. Dr. M. Goedicke, Universität - Gesamthochschule Essen 
Prof. Dr. K. Hug / Prof. Dr. H. Ketz, FH Reutlingen 
Prof. Dr. B. Owsnicki-Klewe, FH Hamburg 
Dr. M. Ryba, Universität Stuttgart
15.20 - 16.10 Uhr Diskussion 
 
Pause 
 
16.30 - 16.50 Uhr Patterns und Frameworks bei der Entwicklung betriebswirtschaftlicher, (kommerzieller) Systeme 
Prof. Dr. J. Raasch, FH Hamburg 
16.50 - 18.00 Uhr Diskussion 
 


 
 
 

Workshop 3

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Neue IT- Berufe

Leitung: StD B. Borg, c/o BBS Soltau
 

Winsener Str. 57
29614 Soltau
be.borg@t-online.de

Dienstag, 31.3.1998, 9.30 - 17.00 Uhr, Raum 17.21


 

Die Ausbildungsordnungen und die KMK-Rahmenlehrpläne der vier IT-Berufe sind in einem sehr schnellen Verfahren entwickelt und zum 01.08.1998 eingeführt worden. Als neue curriculare Merkmale sind gemeinsame Kernqualifikationen als Verknüpfung informatischer, wirtschaftlicher und elektrotechnischer Fertigkeiten und Kenntnisse, sowie die Leitkategorien der Prozeß- und Handlungsorientierung eingeführt worden. Für die Berufsschule bedeutet die unterrichtliche Umsetzung dieser curricularen Konzepte eine große Herausforderung. Dies gilt ebenso für die erforderliche Qualifikation und Teamfähigkeit der Unterrichtenden, die komplexe Unterrichtsorganisation für eine gemeinsame Beschulung und die notwendige sächliche Ausstattung der Schulen. Der Workshop will die länderspezifische Umsetzung dieser Aspekte und notwendige Maßnahmen der Lehrerfortbildung diskutieren.

Dienstag 31.3.1998, Raum 17.21

9.30 - 10.15 Uhr IT-Berufe in der Informationsgesellschaft
K. Dubiella, Ausbildungsleiter Deutschland der Hewlett-Packard GmbH, Böblingen 
10.15 - 10.45 Uhr Vorstellung der IT-Berufe
StD B. Borg, BBS Soltau
Pause
11.00 - 11.30 Uhr Lehrplanentwurf IT-Systemelektroniker und Fachinformatiker in Baden- Württemberg
OStR W. H. Münch, Werner Siemens Schule Stuttgart
11.30 - 12.00 Uhr Schulische Umsetzung der IT-Berufe in Baden-Württemberg
StD L. Wiedemer, LEU Stuttgart
12.00 - 12.30 Uhr Die neuen Berufe der Informations- und Telekommunikationstechnik in Bayern
Dr. K.Schwarzkopf, ISB München
Pause
13.30 - 14.00 Uhr Kooperation zwischen betrieblichen Ausbildern und Berufsschullehrern zur gemeinsamen Gestaltung der Ausbildung der IT-Berufe
StD St. Tillmann, BBS Mettmann
14.00 - 14.30 Uhr Leitlinien zur Ausbildung in den IT-Berufen - inhaltliche und organisatorische Umsetzung in Rheinland-Pfalz
OstR G. Reuther, BBS III Mainz
14.30 - 15.00 Uhr Inhaltliche und organisatorische Gestaltung der Abschlußprüfung
H. Schwarz, Bundesinstitut für Berufsbildung, Berlin
Pause
15.15 - 17.00 Uhr Plenumsdiskussion


 
 
 

Workshop 4

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Informatische Bildung als Medienerziehung?

Leitung: A. Hauf-Tulodziecki, Dr. H. Schelhowe
 

Landesinstitut für Schule und Weiterbildung Soest
annem@uni-paderborn.de
Institut für Informatik, HU Berlin
schelhow@informatik.hu-berlin.de

Mittwoch, 1.4.1998, 10.00 - 13.00 Uhr, Raum 17.23


 

Medien nehmen eine immer größere Bedeutung in der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen ein, ihre gegenwärtige und zukünftige Lebenswelt ist tiefgreifend von Medien geprägt. Pädagogische Theorie, Bildungspolitik und Bildungspraxis versuchen, dieser Herausforderung gerecht zu werden. Dabei spielt die Computertechnologie unter den heutigen Medien eine besondere und herausragende Rolle. Informatischer Bildung kommt deshalb ein besonderes Gewicht zu.

Im Workshop wird der Frage nachgegangen, welche Antworten Informatik als Wissenschaft und informatische Allgemeinbildung geben können, um die Herausforderungen einer Medienerziehung aufzugreifen. Es sollen erste Ergebnisse des GI-Arbeitskreises 7.3 "Informatische Bildung und Medienerziehung" zur Diskussion gestellt werden.

Mittwoch, 1.4.1998, Raum 17.23

10.00 - 10.15 Uhr Begrüßung und Einführung
Dr. H. Schelhowe, Institut für Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin 
10.15 - 11.00 Uhr Medienerziehung als Chance für Schulentwicklung
R. Peschke, Hessisches Landesinstitut für Pädagogik (HeLP)
11.00 - 11.45 Uhr Informatik = Kommunikation mit Computern?
Prof. W. Brauer, TU München, U. Brauer, München
11.45 - 12.15 Uhr Erste Ergebnisse des GI-Arbeitskreises 7.3 "Informatische Bildung und Medienerziehung"
A. Hauf-Tulodziecki, Sprecherin des Arbeitskreises, Landesinstitut für Schule und Weiterbildung in Soest
12.15 - 13.00 Uhr Diskussion
Ergebnisse des Workshops

 
 
 

Workshop 5

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Evaluation der Lehre

Leitung: J. Nedon, M. Weber
 

Fachbereich Informatik, Universität Hamburg
1nedon@informatik.uni-hamburg.de
Institut für Informatik, HU Berlin
Mweber@informatik.hu-berlin.de

Mittwoch, 1.4.1998, 9.00 - 16.45 Uhr, Raum 17.21


 

Der Vormittag soll sich mit Methodik und Erfahrungen von Evaluationen an einzelnen Hochschulen und Fachbereichen beschäftigen. Als Beispiel dient hierzu Paderborn; ganz aktuell ist auch die kürzlich abgeschlossene Evaluation in Dortmund. Am Nachmittag soll dann die hochschulübergreifende Evaluation sowie die Beteiligung von Studierenden an Evaluationen thematisiert werden. Der Nachmittag wird sich am Beispiel der Nordevaluation orientieren.

Mittwoch, 1.4.1998, Raum 17.21

9.00 - 9.10 Uhr Beginn
9.10 - 9.40 Uhr Lehreevaluation in Paderborn
U. Kastens, P. Pfahler 
9.40 - 10.00 Uhr Diskussion 
10.00 - 10.30 Uhr Interne und externe Evaluation – Methodik und Erfahrungen der HIS
R. Reissert, HIS, GmbH Hannover
10.30 - 11.00 Uhr Vorgehen und Verfahrensempfehlungen des CHE zu Evaluationen
A. Barz, Zentrum für HS-Entwicklung (CHE)
11.00 - 11.30 Uhr Diskussion
14.30 - 15.00 Uhr Die Evaluation an den Nord-Unis, Erfahrungen, Bewertung
Prof. H. Oberquelle, Universität Hamburg
15.00 - 15.30 Uhr Diskussion
15.30 - 16.15 Uhr Evaluation aus Sicht der Studierenden - von Fragebogenaktionen bis zur Beteiligung von studentischen Gutachtern in den Evaluationen
H. Simon, Universität Oldenburg, M. Weber, TU Berlin 
16.15 - 16.45 Uhr Diskussion 
Ergebnisse des Workshops

 
 
 

Workshop 7

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Neue Medien im Fernstudium

Leitung: Prof. Dr. Dr. W. A. Halang und Prof. Dr.-Ing. B. J. Krämer
 

FernUniversität, Fachbereich Elektrotechnik, 58084 Hagen
Wolfgang.Halang@FernUni-Hagen.de

Dienstag, 31.3.1998, 13.30 - 16.30 Uhr, Raum 17.25


 

Während sich Teilnehmer an Vorlesungen in Gemeinschaft Wissen durch Zuhören und Anfertigen von Notizen aneignen, liegt der Vorteil des Fern- und Selbststudiums in der zeitlichen Asynchronität zwischen Lehrenden und Lernenden. Diese äußert sich sogar gleich in zweifacher Hinsicht, und zwar im Zeitpunkt der Wissensaufnahme und in der dabei gewählten Geschwindigkeit. Durch Möglichkeiten zum Wiederholen wird die sequentielle Struktur der Vorlesung überwunden. Studierende erhalten mithin zusätzliche Freiheitsgrade zur Organisation ihres Lernens. Vor diesem Hintergrund haben viele Universitäten damit begonnen, die in Form der Multimediatechnik gegebenen neuen technischen Möglichkeiten zur Entwicklung von Material für rechnergestütztes Selbststudium zu nutzen. Das Ziel dieses Workshops ist es, einen Überblick über laufende Aktivitäten zu geben.
Ausführliche Einleitung zum Workshop

Dienstag, 31.3.1998, Raum 17.25

13.30 - 14.00 Uhr Multimediaunterstützte Lehre in der Hochschulausbildung (Folien)
Der Stand des Multimediaeinsatzes, Aspekte ihrer Auswirkungen und neue Konzepte für die Entwicklung des Mediensektors werden diskutiert.
Prof. Dr. D. Tavangarian, Institut für Technische Informatik, Universität Rostock
14.00 - 14.30 Uhr Von der Animation zum virtuellen Labor
Beispiele für Animationen, Experimentierumgebungen und Laborkomponenten aus dem Bereich der algorithmischen Geometrie werden vorgestellt.
Prof. Dr. R. Klein, Fachbereich Informatik, FernUniversität Hagen 
Pause
15.00 - 15.30 Uhr Das Projekt VIRTUS.uni-koeln.de
Eine alltagstaugliche und rasche Umsetzbarkeit von Lerninhalten erlaubende Plattform ohne Medienbrüche wird demonstriert.
Prof. Dr. W. Leidhold, Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät, Universität Köln 
15.30 - 16.00 Uhr Das Projekt Virtuelle Universität
Empfehlungen zu mediengestütztem Lernen werden aus umfassenden Betriebserfahrungen mit etwa 50 Kursen und 1200 Studenten abgeleitet. 
Prof. Dr.-Ing. F. Kaderali, Fachbereich Elektrotechnik, FernUniversität Hagen
16.00 - 16.30 Uhr Bildungsarchitekturen multimedialen Lehrens und Lernens
Ein Rahmen zur Konfiguration, Administration und Distribution einzelner Bildungsbausteine erlaubt ihre Entwicklung ressourcensparend im Verbund. 
Dr. W. Kraemer, Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität des Saarlandes
Ergebnisse des Workshops

 
 
 

Workshop 8

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Informatikausbildung und ihre Bedeutung für Entwicklungsländer

Leitung: Dr. Ing. N. Peroz
 

TU Berlin, Fachbereich Informatik
nazir@cs.tu-berlin.de

Dienstag, 31.3.1998, 9.00 - 18.00 Uhr, Raum 17.52


 

Problemstellung

Ausländische Studierende zeigen ein großes Interesse, ingenieurwissenschaftliche Studiengänge wie Elektrotechnik oder Informatik in Industrieländern zu studieren. Dies zeigt sich auch an deutschen Hochschulen. Diese Disziplinen haben in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung und Verbreitung erfahren, die die Entwicklungsländer nicht verpassen wollen.

Das Ziel ausländischer Studierender ist es, als zukünftige Wissenschaftler Technologien in ihre Herkunftsländer zu transferieren. Dies setzt technologische Kompetenz voraus. Ein gelungener Wissenstransfer erfordert, die Rahmenbedingungen im Zielland zu erfassen und beim Einsatz des erworbenen Wissens entsprechend zu berücksichtigen. Werden die ausländischen Studierenden darauf ausreichend vorbereitet? Es gilt das Prinzip der Einheitlichkeit der Ausbildung, wonach deutsche wie ausländische Studenten grundsätzlich unter gleichen Bedingungen studieren. Sie werden in einen Studiengang aufgenommen, der vorwiegend an den Bedürfnissen der deutschen Gesellschaft und Industrie orientiert ist. Im Studium ausländischer Studierender fehlt der Bezug des Studienfachs zu ihren Herkunftsländern. Das fachspezifische Wissen ist oftmals zu theoretisch und zu wenig praxisbezogen. Wie können diese Defizite überwunden werden?

Ziele

Die deutschen Hochschulen sollen daran interessiert sein, den ausländischen Studierenden den Bezug ihres Wissens für ihre Herkunftsländer nahe zu bringen. Dies erfordert jedoch ein genügendes Maß an Kompetenz an den Hochschulen selbst. Diese kann auf unterschiedliche Weise erworben werden, z.B. durch intensivere Kooperation mit Universitäten im Ausland, Austausch von Lehrkräften, Einbeziehung von ausländischen Hochschulabsolventen usw.

Moderne Technologien können genutzt werden, Informationen zu verarbeiten und auszutauschen. Dieser Workshop soll aber auch eine Diskussionsgrundlage für ein Entwicklungsland-orientiertes Studium schaffen, das optimale Voraussetzungen für einen sinnvollen Technologietransfer schaffen kann.

Durchführung des Workshops

Der Workshop "Informatikausbildung und ihre Bedeutung für Entwicklungsländer" wird von der Fachgruppe Informatik und Dritte Welt organisiert. Er bietet die Möglichkeit, die Rolle der Informatikausbildung für Entwicklungsländer zu diskutieren. Im Rahmen des Workshops sollen neben Bildung und Ausbildung ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen auch die wissenschaftliche Zusammenarbeit und Kooperation mit Entwicklungsländern sowie Rahmenbedingungen beim Einsatz des erworbenen Wissens in einem Entwicklungsland erörtert werden.

Grundlage für die Diskussionen bilden die Vorträge.

Dienstag, 31.03.1998, Raum 17.52

9:00 - 9.15 Uhr Begrüßung
9:15 - 10.00 Uhr Entwicklung und Zusammenarbeit
Dieses große Thema soll am Beispiel der Aus- und Weiterbildung der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung für jüngere Dozenten aus dem östlichen und südlichen Afrika konkretisiert werden. Obwohl es sich durchweg um Dozenten der Erziehungswissenschaften oder anderer Sozialwissenschaften handelt, ist die Einbeziehung der Informationstechnik im Laufe der vergangenen 10 Jahre immer wichtiger geworden. Angesichts der jüngsten Entwicklungen soll nun auf die Bedeutung der Internet-Services E-mail und WWW detailliert eingegangen werden, wobei insbesondere Stellungnahmen von Afrikanern zugrunde gelegt werden.
Dr. J. Hess, Max-Planck-Institut, Berlin 
10:00 - 10.45 Uhr Technologietransfer, Technologische Kompetenz
Technologietransfer setzt die Fähigkeit voraus, fremde technische Entwicklungen für sich auszunutzen und den hierfür erforderlichen Transferprozeß zu organisieren. Technologietransfer erfordert die Anpassung technologischer Entwicklungen an vorgegebene technische, wirtschaftliche und soziale Umfelder. Dies erfordert politische, gesellschaftliche und technologische Kompetenz. Doch wie sieht es mit der technologischen Kompetenz aus? Wo und wie erwirbt man sie? Das soll im Rahmen des Workshops beleuchtet werden.
Dr. K. Ghawami, World University Service, Wiesbaden
10:45 - 11.30 Uhr  Pädagogische Nutzung von Computern in Schwarzafrika
Der Computer wird als eine Möglichkeit zur Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungsqualität betrachtet; mit ihm bekommen Bildung und Ausbildung eine neue Dimension. Der Computer wird als ein geeignetes Instrumentarium für Bildungsaktivität angeboten. Eine modernes Afrika, besonders seine Wirtschaft und Industrie, benötigt im Rahmen der Informatik Computerwissen, Computerkenntnisse und Kompetenz. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Basisinfrastrukturen gefunden und bereits existierende Möglichkeiten verbessert werden. Es wird im Rahmen des Workshops über die pädagogische Nutzung der Computer in Schwarzafrika eingegangen, wie Leute am und mit dem Computer lernen, wie sie mit Computern effektiv umgehen, welche Qualifikationen vorhanden sind, wie die Informatik- bzw. Computer- und EDV-Schulungen organisiert sind.
D. Kapuku Mukuna, Universität Köln
Pause
13:30 - 14.15 Uhr  Internet als Chance für den Bildungsbereich in Entwicklungsländern
Auch wenn die überwiegende Mehrheit der Internet-Nutzer aus den Industrienationen stammt - nur ca. drei Prozent kommen aus den Entwicklungsländern - so gewinnt das neue Medium auch zunehmend an Bedeutung in und für diese Länder. Heute existiert kaum noch ein Land, das nicht ans weltweite Datennetz angeschlossen ist. Da liegt es nahe, die Möglichkeiten des Internet auch im Bildungsbereich der Staaten des Südens zu nutzen.
Aus füheren Untersuchungen kennen wir das "captive mind" Syndrom von im Ausland ausgebildeten Personen, die in ihre Heimatländer zurückgekehrt, häufig die in Übersee gelernten Lösungen unkritisch auf lokale Probleme anwenden, ohne die eigene Kultur bei der Lösung der anstehenden Probleme mit einzubeziehen. Wird dies mit dem Internet anders sein? Diese und ähnliche Fragestellungen werden im Beitrag von Herrn Afemann zum Einsatz des Internets im Bildungsbereich in Entwicklungsländern beleuchtet.
U. Afemann, Universität Osnabrück
14:15 - 15.00 Uhr  Entwicklungsland-orientierte Informatik
Das Studium ausländischer Studierender in Deutschland weist Defizite auf. Diese gilt es aufzudecken und zu beseitigen. Eine Möglichkeit besteht darin, den Studienablauf so zu gestalten, daß das erworbene Wissen später auch in den Herkunftsländern anwendbar wird. Dies kann durch Entwicklungsland-orientierte Lehrangebote geschehen, die die Grundstruktur des Normalstudiums nicht berühren, sondern als sinnvolle Ergänzung zu sehen sind. Sie sollen den Studierenden die Möglichkeit bieten, sich mit Entwicklungsländern auseinanderzusetzen, die länderspezifischen Rahmenbedingungen zu erfassen und daraus Konsequenzen für die Anwendung der Informatik in Entwicklungsländern zu ziehen. Entwicklungsland-orientierte Lehre soll anhand eines Beispiel diskutiert werden.
Dr. N. Peroz, TU Berlin 
Pause
15.30 - 18.00 Uhr Diskussion

Mitglieder des Programmkomitees dieses Workshops:
 
Prof. Konrad, Fachbereich Informatik, TU Berlin
Dr. J. Meyer-Stamer, DIE, Berlin 
H.-H. Büsselmann, Bremen 
M. Elis, Fachbereich Informatik, TU Berlin 
D. Gomez, IVU GmbH, Berlin 

Ergebnisse des Workshops



 
 
 

Workshop 9

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Internationale Abschlüsse

in der Informatik

Leitung: Prof. Dipl.-Math. W. Burhenne
 

Fachhochschule Darmstadt, Fachbereich Informatik
Schöfferstraße 8 B
w.burhenne@fbi.fh-darmstadt.de

Montag, 30.3.1998, 16.30 - 18.00 Uhr, Raum 17.23
Dienstag, 31.3.1998, 10.00 - 15.00 Uhr, Raum 17.23


 

In dem Workshop soll überprüft werden, inwieweit Informatik-Studiengänge an deutschen Hochschulen als aufeinander aufbauende gestufte Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschlüssen eingerichtet werden können, bzw. welche Unterschiede zu den bisher angebotenen bestehen.
Dabei werden im Einzelnen die folgenden Fragestellungen behandelt:
 

Montag 30.3.1998, Raum 17.23

1 Ausländische Bachelor- und Masterstudiengänge im Vergleich mit der deutschen Hochschullandschaft

16.30 - 16.45 Uhr Einführung - Vorgaben und Problemstellungen
Prof. W. Burhenne, FH Darmstadt
16.45 - 17.15 Uhr Überlegungen zur Einführung von Bachelor- und Master-Graden für die Informatik an deutschen Universitäten
Prof. J.L. Keedy, Universität Ulm
17.15 - 17.30 Uhr Die Internationalisierung der Informatikausbildung an deutschen Fachhochschulen
Prof. A. Holl, FH Nürnberg
17.30 - 18.00 Uhr Diskussion

Dienstag 31.3.1998, Raum 17.23

2 Konsequenzen für Informatikstudiengänge mit Bachelor- und Masterabschlüssen an Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland

10.00 - 10.15 Uhr Internationalisierung der Ingenieurausbildung
Dr. K. Hernaut, Siemens AG - ZP NWS
10.15 - 12.00 Uhr Diskussion

3 Erarbeitung eines Positionspapiers als Vorbereitung zur Podiumsdiskussion