| Die wissensbasierte Konstruktion hat sich als notwendige Methodik hervorgetan, um die Wettbewerbsfähigkeit auf hochdynamischen Märkten zu erhalten, da die Voraussetzung hierfür eine hohe Anpassungsfähigkeit durch einen effizienten Produktentwicklungsprozeß ist. Am Institut für Rechnergestützte Ingenieursysteme wurde als Grundlage für die wissensbasierte Konstruktion ein Framework entwickelt, das es erlaubt, bei der Konstruktion anfallendes Wissen an einer zentralen Stelle zu sammeln.
Auf Grundlage dieses Frameworks soll eine semantische Konstruktionsmethode entwickelt und prototypisch realisiert werden. Eine solche Konstruktionsmethode bewertet den jeweils aktuellen Zustand einer Konstruktionsarbeit und stellt die Verbindung zu relevantem Wissen her, das in einem systemunabhängigen Wissensprozessor aggregiert wird. Das als relevant identifizierte Wissen soll vom Wissensprozessor geeignet aufbereitet an das CAD-Programm übergeben und in den Entwicklungsprozess sinnvoll integriert werden. Dabei muss berechnet werden, wie Wissen in Form von Teilgeometrie, komplexen Bauteilen, Normen, Handlungsanweisungen usw. in das aktuelle Konstruktionsobjekt einzugliedern ist. Dies erfordert eine umfangreiche Interaktion mit dem Produktmodell des CAD-Systems, da zweidimensionale Konstruktionsgeometrie und dreidimensionale Festkörpern und Bleche adaptiert und integriert werden müssen.
Ziel der Diplomarbeit ist es, eine solche wissensbasierte Konstruktionsmethode zu ent-wickeln und prototypisch zu implementieren. Dies umfasst die Planung der Konstruktions-methode in Absprache mit dem Projektkoordinator. Hierbei ist zu untersuchen, wie der Informationsfluss zwischen CAD-System und Wissensprozessor zu gestalten ist und wie die Information aufbereitet werden muss, um im CAD-System integriert werden zu können.
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