Allgemeine Informationen
Studieren mit Behinderung
Recht auf (Hochschul-)Bildung
Lohnt sich ein Studium, lohnt es sich dafür Kraft aufzubringen? Wie stehen meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Finde ich mich in der neuen Umgebung, dem Campus, bald zurecht? Kann ich voll am Universitätsleben teilnehmen? Welche Hilfestellungen gibt es und an wen kann ich mich wenden?
Vor Beginn eines Studiums stellen sich behinderte Studieninteressierte viele verschiedene Fragen. Zusätzlich kommen Zweifel auf, ob ein Hochschulstudium generell das Richtige für sie ist. Dabei ist sogar in den UN-Konventionen in dem "Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" eindeutig festgelegt, dass sie "gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung, Berufsausbildung, Erwachsenenbildung und lebenslangen Lernen haben." (Artikel 24, Absatz 5).
Viele Möglichkeiten in Studium und Beruf
Absolventen finden bei Arbeitgebern Wertschätzung und Anerkennung, ihre beruflichen Aussichten sind gut und nicht zu unterschätzen. Aber schon im Studium gibt es sehr viele interessante Möglichkeiten, sich persönlich weiterzuentwickeln. Mit sehr wenigen Ausnahmen kann auch mit Behinderung an jeder Lehrveranstaltung mit geeigneten Hilfsmitteln und entsprechender Unterstützung erfolgreich teilgenommen werden. Im Studienalltag bieten sich darüberhinaus Studierenden vielfältige Freizeitbeschäftigungen an, die nicht vergessen werden sollten. Sport erweist sich als guter sowie wichtiger Ausgleich und kann beispielsweise im "allgemeinen Hochschulsport" betrieben werden. Ebenso bieten studentische Hochschulgruppen wie z.B. Chor und Orchester weitere Abwechslung zum Studium an.
Mut zur Beratung
Unabhängig von der Studienwahl kann man sehgeschädigten Studienanfängern nur dazu raten, sich nicht zu scheuen und alle angebotenen Hilfestellungen in Anspruch zu nehmen. Von der Beratung beim Studentenwerk, dem Behindertenbeauftragten der Hochschule bis zur Studentenvertretung (hier an der Uni Stuttgart die FaVeVe) und nicht zuletzt vom ASBUS-Team. Hier haben Menschen ein offenes Ohr und gehen auf die Anliegen ein.
Unterstützung im Studium
Das ASBUS-Team möchte sehgeschädigte Studieninteressierte zu einem Studium ermutigen und steht ihnen dabei zur Seite, wenn es um Rat oder Unterstützung geht. Mit dem an der Universität Stuttgart entwickelten Navigationssystem TANIA bietet sich in Zukunft eine weitere Möglichkeit, sehgeschädigten Menschen das Leben an der Universität zu erleichtern und Zugänglichkeit in öffentlichen Einrichtungen zu fördern.

