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Maschinelle Sprachverarbeitung

Computerlinguist und Informatiker

Ab dem Wintersemester 2009/2010 bietet die Universität Stuttgart den Bachelorstudiengang Ma­schi­nelle Sprachverarbeitung an. Inhalte des Studiums sind natürliche Sprachen wie Deutsch und Englisch und deren Verarbeitung mit dem Computer. Im Rahmen der Informationstechnologie ist das Fach also an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine angesiedelt.

Die automatische Verarbeitung von natürlicher Sprache spielt in der modernen Informations­gesell­schaft eine zentrale Rolle, da Sprache für den Menschen die naheliegendste und am weitesten verbreitete Form des Informations­austausches ist. Eine leistungsfähige automatische Sprach­ver­ar­beitung erfordert dabei nicht nur geeignete Formalismen und Verarbeitungsmethoden aus der Informatik. Wissenschaftliche Grundlage ist insbesondere auch die Weiterentwicklung unseres Ver­ständnisses von menschlicher Sprach­verarbeitung mit formal präzisen Theorien und Modellen, die in Computer­systemen überprüft werden können.

Studierende erwerben interdisziplinäres Fachwissen

Der Bachelorstudiengang Maschinelle Sprachverarbeitung vermittelt das benötigte Fachwissen aus einem interdisziplinären Spektrum innerhalb der Informations- und Sprachwissenschaften. Besonders wichtig ist es zu verstehen, wie verschiedene Teilbereiche der Sprachwissenschaft und der Informatik einander ergänzen. Der Bachelor des Instituts für Maschinelle Sprachverarbeitung (IMS) unterscheidet sich von ähnlichen, mehr linguistisch orientierten Studiengängen dadurch, dass die sprachlichen und informatischen Aspekte des Studiums den gleichen Stellenwert haben.

In seiner theoretischen Ausrichtung konzentriert sich der Studiengang auf formale Modelle des kom­plexen Prozesses der Produktion und Rezeption sprachlicher Äußerungen. Hierbei stehen die Grund­lagen der Sprachverarbeitung im Vordergrund, wie z.B. Logik und Statistik, experimentelle Phonetik, Parsing, Grammatikentwicklung, Semantik und formale Wissensrepräsentation.

Mix aus theoretischer und anwendungsbezogener Lehre

In seiner anwendungsbezogenen Ausrichtung vermittelt der Studiengang die Grundlagen zur Lösung von Aufgaben der Sprachverarbeitung. Die Spannweite umfasst dabei die maschinelle Erkennung und Generierung gesprochener Sprache, die Informationsextraktion aus Text, Suchmaschinen und auto­ma­tischen Übersetzungssystemen sowie die generelle Erleichterung der Mensch-Maschine-Kommunikation – mit dem Ziel, dass die Fähigkeit des Rechners, menschliche Sprache zu verstehen, in bestimmten Aspekten an die des Menschen heranreicht.

Das Fach spricht Studierende mit einer Doppelbegabung an: mit Interesse an Fragen von Sprache und Kommunikation einerseits und der Fähigkeit zu struktureller Analyse und Implementierung auf dem Computer andererseits. Eigene Akzente in Richtung Linguistik, Informatik oder Anwendungen können im Wahlbereich gesetzt werden. Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt und können in den ersten Semestern erworben werden.

Eine Aufbaumöglichkeit bietet der zukünftige Masterstudiengang Maschinelle Sprachverarbeitung, der in Stuttgart voraussichtlich ab 2012 angeboten wird. Weitergehende Informationen zum Studium, z.B. Prüfungsordnungen und Lehrpläne, gibt es im Studierenden-Bereich.

 

Unsere weiteren Studiengänge sind ...

... Informatik
... Softwaretechnik
... Wirtschaftsinformatik
... Information Technology