Standort & Bewerbung

Die Anzahl der Universitäten, die Medieninformatik mit einem breiten Angebot an Veranstaltungen anbieten, ist sehr gering. In Baden-Württemberg bieten die Universität Ulm und die Universität Konstanz ein vollwertiges Medieninformatikstudium an. Das Angebot in Tübingen ist stark auf den Bereich Computer-Grafik fokussiert und bietet auch keine mit Stuttgart vergleichbare Breite in der klassischen Informatik. In Bayern hat die Ludwig-Maximilians-Universität München ein sehr umfassendes und etabliertes Studienangebot in der Medieninformatik. Weitere Angebote im süddeutschen Raum umfassen Bamberg, Regensburg, Würzburg und Augsburg, diese sind aber wegen ihrer geringeren Breite in der Informatik nicht mit Stuttgart vergleichbar. Seit 2013 gibt es auch einen Studiengang Medieninformatik an der Universität des Saarlandes. Es gibt noch weitere Standorte für ein Studium der Medieninformatik in Deutschland (siehe Karte).

Warum Medieninformatik in Stuttgart studieren?

Schon jetzt bietet die Fakultät 5 an der Universität Stuttgart eine große Anzahl interessanter Lehrveranstaltungen an, welche der Medieninformatik zugerechnet werden können. Hierzu gehören insbesondere Veranstaltungen im Bereich der Computer-Grafik, der Visualisierung, der Mensch-Computer-Interaktion, der verteilten Systeme und Datenbanken und der Verarbeitung natürlicher Sprache. Im Vergleich mit den Medieninformatikstudienangeboten anderer Universitäten ist die Universität Stuttgart mit ihrem aktuellen Angebot schon hervorragend aufgestellt. Dieses Angebot nutzt der Studiengang Medieninformatik aus, erweitert es um eine Einführung in die Medieninformatik, behält die in der Informatik und Softwaretechnik bewährte fundierte Ausbildung in Mathematik und Theoretischer Informatik bei und schafft damit ein sehr attraktives und konkurrenzfähiges Studienangebot.

Medieninformatik an der Hochschule der Medien (HDM) vs. an der Universität Stuttgart

Die Hochschule der Medien in Stuttgart bietet ebenfalls einen Studiengang im Bereich der Medieninformatik an. Mit dem Angebot an der Universität Stuttgart soll ein komplementärer universitärer Studiengang entstehen, der stärker konzeptuelle, abstrakte und wissenschaftliche Kompetenzen vermittelt. Die Inhalte des Studiums an der Universität Stuttgart sind stärker auf die Bereiche Informatik und Mensch-Computer-Interaktion ausgerichtet. Durch die räumliche Nähe zur Hochschule der Medien ergeben sich weitreichende Möglichkeiten zur Kooperation, insbesondere im Bereich der praktischen Ausbildung. Im Promotionskolleg Digitale Medien besteht bereits eine Kooperation.

Frauen für ein technisches Studium begeistern

Frauen sind in vielen technischen Fächern stark unterrepräsentiert. Der Anteil der weiblichen Studierenden in der klassischen Informatik ist sehr klein, und das Fach gilt in Deutschland weithin noch als Männerdomäne. Die Erfahrungen anderer Standorte, welche Medieninformatik eingeführt haben, zeigen, dass das Studium sehr attraktiv für Frauen ist. In der Kombination von klassischer Informatik, digitalen Medien und Mensch-Computer-Interaktion sehen viele Studierende ein spannendes und zukunftsweisendes Studienfach mit hervorragenden Gestaltungsmöglichkeiten. Wir erwarten einen Anteil weiblicher Studierender von über 30 Prozent.

Was erwarten wir von unseren Studienbewerbern?

Medieninformatik ist weder ein Kunst- noch ein Mathematikstudium. Von unseren Bewerbern erwarten wir ein hohes Maß an Kreativität, die Fähigkeit zur systematischen Problemlösung, Interesse an logisch-mathematischen Herangehensweisen sowie an Kommunikation. Die Links zu wichtigen Dokumenten wie der Auswahlsatzung und der Prüfungsordnung finden Sie hier.

Wie bewerben Sie sich?

Welche Bewerbungsunterlagen einzureichen sind, ist auf den Seiten der Universität Stuttgart genau beschrieben. Durch eine Zulassungsbeschränkung stellen wir sicher, dass die Betreuung im Studiengang optimal ist. Die Bewerbung in das erste Fachsemester findet immer zum Wintersemester des laufenden Jahres statt. Ihre Bewerbungsunterlagen müssen rechtzeitig, d.h. spätestens am 15. Juli des Jahres, im Online-Bewerbungs-Portal (C@mpus System) hochgeladen worden sein.