Berufsbild & Perspektiven

Das Internet und darauf aufbauend interaktive Anwendungen im World Wide Web sind für viele Unternehmen eine wichtige Plattform für Anwendungen und die zentrale Kommunikationsinfrastruktur geworden. In den letzten Jahren wurden zunehmend auch mobile Geräte in Arbeitsprozesse integriert, um Zugriff auf Daten und Prozesse zu ermöglichen. Interaktive Rechnertechnologie ist heute ein integraler Bestandteil vieler Systeme und Maschinen, und immer mehr ersetzen eingebettete Rechner mit einer Benutzungsoberfläche die klassischen Bedienelemente.

Um solche Systeme intuitiv benutzbar, effizient, sicher und angenehm zu gestalten, brauchen Systementwickler umfassende Informatikkenntnisse. Neben diesem Informatikwissen ist es aber unabdingbar, dass die Entwickler auch ein umfassendes Wissen im Bereich der digitalen Medien, der Mensch-Computer-Interaktion, der Computer-Grafik, der Sprachverarbeitung und der digitalen Netzwerke haben. Ein universitäres Studium der Medieninformatik kann dieses Wissen umfassend vermitteln.

Die Anzahl der Beschäftigten im Informations- und Kommunikationstechnik-Bereich (IKT) ist sehr groß, und für die schnellen Veränderungen im IKT-Bereich werden hochqualifizierte Arbeitskräfte benötigt, um die Innovationskraft nicht zu mindern (IT-Gipfel). Die Absolventen können eine Tätigkeit in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Betrieb, Projektierung und Vertrieb aufnehmen, insbesondere in den folgenden technischen Gebieten:

  • Visualisierung und graphische interaktive Systeme
  • Webanwendungen und interaktive verteilte Systeme
  • Mediensysteme, multimediale Datenbanken
  • Entwurf, Implementierung von Softwaresystemen mit Medienbezug
  • Mensch-Computer-Interaktion
  • Computergestützte Kommunikation und digitale soziale Netze
  • Mobile Geräte, mobile Mediensysteme
  • Spieleentwicklung und Medienproduktion
  • Entwicklung interaktiver Unterhaltungselektronik
  • Entwicklung von E-Learningsystemen